FW-Gebrazhofen übt unter realistischen Bedingungen

Ortsgruppenführer Andreas Roth hatte sich für die letzte Probe im März etwas Besonderes für die Löschgruppe Gebrazhofen einfallen lassen. Ein Unfallszenario aufgebaut das realistischer nicht hätte sein können. Weder Mannschaft noch Gruppenführer wussten vorher etwas über Art und Ort des Einsatzes und sogar das schnelle Ankleiden im FW-Haus war dann Teil der Übung.

Die Lage beim Eintreffen an der Einsatzstelle: Ein Traktor war beim Überqueren einer Strasse in Brand geraten und mit dem Ladewagen auf der Strasse stehen geblieben. Dieser war seitlich unbeleuchtet und wurde deshalb zu spät vom Fahrer eines heran nahendem PKW gesehen, der dann in die Seite des Ladewagen krachte. Dabei wurde der Fahrer eingeklemmt – der Fahrer des Traktors löste den Notruf aus.    

Nach dem Eintreffen der Gebrazhofer Wehr wurde die Unfallstelle gesichert, der eingeklemmte Fahrer betreut und die Brandbekämpfung des Traktors unter Atemschutz eingeleitet.

Kurz darauf traf auch die Leutkircher Wehr mit dem Rüstwagen ein und es wurde die Bergung der verletzten Person im PKW vorbereitet. Mit Spreizer und Schere konnten die Gebrazhofer nun üben, wie ein PKW aufgeschnitten wird, um an den Verletzten zu kommen. Nach erfolgter Entfernung des Daches konnte der Verletzte schließlich mit der Trage geborgen werden. 

Diese Übung wurde sehr realistisch geplant und mit viel Aufwand umgesetzt. PKW und Ladewagen wurden von FW-Leuten aus Gebrazhofen zur Verfügung gestellt und finden nun ihr letzte Ruhe im Container bei der Schrottsammlung der FW Gebrazhofen am 14.April. Durch den etwas ausserhalb gelegene Übungsort wurde von vielen Gebrazhofern das Feuerwerk von Blaulicht und gelben Warnleuchten bemerkt, doch es gab (vorbildlich) keine Gaffer. Jedoch später einige Anfrage bei Angehörigen der FW, was denn da los gewesen sei.

So machen Übungen wirklich Sinn und – weil es eben nur Übungen sind – auch Spaß. Vielen Dank an die Organisatoren Andi und Lothar. Ebenso auch Dank an die Kollegen aus Leutkirch (GF Schmid und Herter), die mit dem Rüstwagen angerückt waren und den Einsatz der Bergegeräte unterwiesen haben.

PS: der Gulasch bei der anschließenden Hockete im FW-Haus war ganz hervorragend. Danke hier an Thomas und Sepp.       

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