Volkstrauertag: „ Wir müssen wachsam sein – und bereit, zu handeln“

Volkstrauertag auf der Wilhelmshöhe. (Foto: Karl-Heinz Schweigert)

„Es reicht nicht, wenn wir nur wachsam sind ohne zu handeln, wenn wir sehen, dass Unrecht geschieht“: Dies ist die Kernaussage von Thomas Tomkowiak in seiner Rede zum Volkstrauertag am Kriegerdenkmal gewesen. Für den Leiter des Hans-Multscher Gymnasiums (HMG) braucht es dabei „für ein fruchtbares Erinnern nicht nur Bezugspunkte in die Vergangenheit, sondern auch eine Verankerung in der Gegenwart und einen Fixpunkt in der Zukunft“. Angesichts der beiden Weltkriege sei es trotz der dann langen Friedensperiode in Europa wichtig, bei wieder wachsenden radikalen Übergriffen „nicht wegzuschauen und Verantwortung für unsere Demokratie zu übernehmen“. Frieden werde nicht geschenkt, er will erzielt und erhalten bleiben.

Ebenfalls mit eindrucksvollen Worten wurde die Patenschaft der Lilo Gollowitsch Figur übergeben. Simone Kopp von der Gemeinschaftsschule dankte, „dass wir diese Figur ein Jahr in unserer Mitte hatten und viel über die damalige Zeit lernen durften“. Für die Vertreterin der HMG-Schülerschaft, Hanna Einsiedler, ist „es eine große Ehre, wieder ein Jahr Verantwortung für die Skulptur zu tragen, die ein präsentes Thema in der Schulgemeinschaft bleiben wird“. Schüler beider Schulen legten einen Kranz nieder, zusammen mit Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle, der zudem die Totenehrung vornahm. Den Platz an der Wilhelmshöhe füllten zahlreiche Teilnehmer, darunter die Fahnenabordnungen des Krieger- und Kameradenvereins, die Reservistenkameradschaft, die Feuerwehr und das DRK mit Jugendabteilungen, die TSG sowie der Gebirgstrachten-, Partnerschafts- und Kolpingverein. Für die feierlich musikalische Gestaltung sorgten die Stadtkapelle und der Sängerkranz unter Leitung von Wolfgang Halder und Anne-Regina Sieber.

Zurück