Löschwasserversorgung und Klimawandel

Fortbildungsseminar für Zugführer und Gruppenführer

Kommandant Michael Klotz stellte bei seiner Begrüßung den über 60 Führungskräften der Einsatzabteilungen der Feuerwehr Leutkirch, der Nachbarwehren Aichstetten und Aitrach sowie der Werkfeuerwehr Pfleiderer die Wichtigkeit dar, die neuesten Informationen an die Führungskräfte weiterzugeben. Stellvertretender Kommandant Martin Waizenegger moderierte und führte durch das im Feuerwehrhaus Leutkirch stattfindende Seminar.

Was nützt bei einem Brand die beste Ausrüstung und eine top motivierte Mannschaft, wenn nicht ausreichend Löschwasser zur Verfügung steht. Fachbereichsleiter Tiefbau und Leiter der Eigenbetriebe der Stadt Leutkirch B. Eng. Robert Rühfel stellte das öffentliche Versorgungsnetz dar. Die unterschiedlichen Ziele einer ausreichend dimensionierten Leitung für genügend Löschwasser und ein geforderter Wasserwechsel für Trinkwasserleitungen sind dabei in Einklang zu bringen.

Gerade in den Bereichen der Eschach, des Tobelbaches in Winterstetten und der Hofser Ach kommt es immer wieder durch den Klimawandel begünstigten kritischen Wasserständen. Das eingerichtete Fachberatersystem Meteorologie bietet den Einsatzleitern vor Ort, wie auch den Führungsstäben wichtige Hinweise für die Wettertendenzen. Timo Riedel, Fachberater Meteorologie der Feuerwehr Isny im Allgäu, stellte seine Tätigkeit vor und erläuterte die Verknüpfungen zwischen den Messstellen, dem Fachberatersystem und den Feuerwehren.

Bei Einsätzen mit ABC-Gefahrstoffen sind zum Schutz besondere Grundsätze und Vorgehensweisen zu beachten. Der eigens für solche Einsätze aufgestellte Gefahrstoffzug Allgäu setzt sich aus Einheiten der Feuerwehren Leutkirch, Isny und Bad Wurzach zusammen. Der Leiter Karl Ringer stellte das aktuelle Konzept vor. Die Erstmaßnahmen und Menschenrettung sind von den örtlichen Einsatzabteilungen einzuleiten. Der Gefahrstoffzug kommt überlagernd mit ergänzenden Maßnahmen zum Einsatz.

Beim Einsatz einer Drehleiter sind für einen schnellen und sicheren Einsatz spezielle Grundsätze unverzichtbar. Hubrettungsfahrzeuge werden vielseitig zur Menschenrettung, Brandbekämpfung und technischen Hilfe eingesetzt. Ausbilder Karl-Heinz Loleit gab den Leitern er ersteintreffenden örtlichen Wehren Hilfestellungen und Tipps für die Planung eines Drehleitereinsatzes. 

Atemschutzgeräteträger sind im Einsatz erheblichen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt. Einfluss auf die körperliche Belastung von Einsatzkräften beim Brandeinsatz haben die vorherrschenden Temperaturen sowie die Beschaffenheit der Schutzausrüstung und die zu leistenden körperlichen Arbeiten. Atemschutzbeauftragter Dieter Loleit und Ausbilder Christoph Düsing informierten über den aktuellen Stand der Vorschriften und Dokumentationspflichten.

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