Landesbranddirektor Dr. Homrighausen in Leutkirch

Kreisfeuerwehrausschuss des Landkreises Ravensburg empfängt Landesbranddirektor Dr. Karsten Homrighausen im Feuerwehrhaus Leutkirch im Allgäu

Einsatzfahrzeuge und Halle auf Hochglanz poliert, soweit es eben ein altes Gemäuer wie das Gerätehaus in Leutkirch hergibt, wurde Landesbranddirektor Dr. Homrighausen mit Spannung erwartet.

Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle selbst war ebenfalls mit von der Partie. Während sich die Verbandsausschussmitglieder im Bürgersaal versammelten, wurde Dr. Homrighausen von Stadtbrandmeister Michael Klotz, Kreisbrandmeister Oliver Surbeck und Verbandsvorsitzendem Michael Otto durch das Gerätehaus geführt. Dass hier sehr bald Handlungsbedarf besteht, daran ließ auch OB Henle kaum einen Zweifel. In seiner Ansprache meinte er dann auch, dass der aktuelle Standort zwar optimal sei was Anfahrt und Ausrückezeiten angeht, aber in seiner Infrastruktur und Funktionalität sei das Leutkircher Feuerwehrhaus doch schwer in die Jahre gekommen. Einen zukunftsträchtigen, passenden Standort und in angemessener Zeit eine Lösung zu finden, sei eine sportliche Aufgabe. „Doch wenn´s leicht wär, könnt´s Jeder.“

Dr. Homrighausen ließ sich im Anschluss gern auf eine rege Diskussionsrunde im Rahmen der Anwesenden ein. Da er selbst jahrelang einer Freiwilligen Feuerwehr angehörte, hatte er ein offenes Ohr für die Belange der Anwesenden. Natürlich standen Themen auf der Tagesordnung wie zum Beispiel anstehende feuerwehrtechnische Anschaffungen, die dringend auf Bezuschussung warten. Hier zeigte er sich zuversichtlich, dass für die Folgejahre von Landesseite mehr Geld zur Verfügung gestellt werden kann als in den Vorjahren. „Sicherlich werden wir diese Gelder aber auch dringend benötigen, um nach und nach den von den Gemeinden geltend gemachten Investitionsbedarf der zurückliegenden Jahre abzuarbeiten“, so der Landesbranddirektor.

Auch über die Landesfeuerwehrschule in Bruchsal wurde angeregt diskutiert. Kreisbrandmeister Surbeck lobte die Ausbildung der Kollegen an der Schule, regte aber an, insbesondere im Bereich der Gruppen-, Zug- und Verbandsführer deutlich mehr Lehrgangsplätze anzubieten. „28 Lehrgangsplätze jährlich für den zweitgrößten Landkreis unseres Bundeslandes sind einfach zu wenig.“, so der Kreisbrandmeister. Dr. Homrighausen erläuterte in diesem Zusammenhang, dass das Land die Einrichtung einer Arbeitsgruppe auf Landesebene plant, um eine Bedarfsplanung abzustimmen.

Kreisbrandmeister Oliver Surbeck, der den Abend in gewohnter Perfektion moderierte, stellte den Landkreis aus Feuerwehrsicht vor: 100% Ehrenamt, 17 Lehrgangssparten auf Landkreisebene, 13 Fachberatersparten, 11 Stützpunktwehren, 3.400 Einsatzkräfte, 4 Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes und eine Leitstelle der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr, die mit Dienstsitz in Ravensburg nicht nur den Landkreis Ravensburg koordiniert, sondern auch den Nachbarlandkreis Sigmaringen. Die Leitstelle Oberschwaben wurde vom Landesbranddirektor

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