In Gottes Namen allezeit selbstlos, treu und hilfsbereit

Als besonderer Tag hat sich der Sonntag für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, Abteilung Hofs, erwiesen. Während andere Wehren oftmals nur ein Ereignis zu feiern haben, gab es in Ausnang gleich zwei.

Pfarrer Marc Grießer segnete nicht nur das neue Feuerwehrhaus in Ausnang, sondern schickte auch gleich noch das neue Einsatzfahrzeug mit der Bezeichnung TSF-W (Tragspritzenfahrzeug Wasser) mit Gottes Segen auf den Weg. In seiner Lesung appellierte Grießer mehrfach an den inneren Kern des Glaubens. So sei es absolut wichtig, dass sich talentierte Menschen der Gemeinschaft stellen, um Hilfe am Nächsten zu leisten. Selbst dann, wenn es etwas mühsam sei. Abteilungskommandant Hans Schmid bat bei den Fürbitten ganz unter dem Motto der Hofser Wehr „In Gottes Namen allezeit selbstlos, treu und hilfsbereit“, um Hilfe für seine Feuerwehrleute. „Wenn wir ausrücken müssen, stellt uns das oft vor große Herausforderungen“.

Musikalisch umrahmt wurde die heilige Messe vom Feuerwehrchor Leutkirch/Gebrazhofen unter der Leitung von Hans Schäffeler. Unter anderem trugen diese den Bittgesang „Heiliger Florian hilf uns in Not und in Gefahren“ vor. Anschließend zog Pfarrer Grießer los, um das neue Fahrzeug sowie das neue Feuerwehrhaus zu segnen. Begleitetet wurde er von Mitgliedern sämtlicher Leutkircher Feuerwehrabteilungen sowie von Kollegen aus dem benachbarten Bayern.

Ortsvorsteher Lothar Schmid zeigte sich dankbar, lobte die Feuerwehrmänner, die der Abteilung Hofs angehören und erinnerte: „Es ist nicht immer selbstverständlich, dass Menschen für einen Nächsten, der in Not geraten ist, einstehen“. Ähnlich sah das auch der Leutkircher Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle: „Das hier ist ein wichtiger Tag, denn es ist eine Seltenheit, dass gleichzeitig ein neu errichtetes Feuerwehrhaus sowie ein neuer Einsatzwagen in den offiziellen Dienst entlassen werden.

Die Kosten sind zwar hoch, wichtig ist aber in erster Linie, dass die Menschen in der Gemeinde Hofs sowie in Ausnang geschützt werden. Wenn wir Sie als Feuerwehrleute nicht hätten, dann wären wir arm dran.“

Stadtkommandant Michael Klotz erklärte: „Wir haben vielseitige Aufgaben zu bewältigen.“ Um Retten, Löschen, Bergen und Schutz rund um die Uhr bewältigen zu können, benötige die Wehr eine ordentliche Ausstattung, ein modernes Einsatzfahrzeug sowie ein Feuerwehrhaus, das nicht nur Lagerhalle für technische Geräte, sondern auch Heimat für die Mannschaft mit ausreichenden Schulungsmöglichkeiten sei.

Zuschuss vom Land

Laut Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle und Stadtfeuerwehrkommandant Michael Klotz hat das neue Feuerwehrhaus etwa 700 000 Euro gekostet. Dazu kamen rund 180 000 Euro für das neue Einsatzfahrzeug. Es ersetzt das bisherige, das schon 37 Jahre alt ist. Der Tank hat ein Fassungsvermögen von 1000 Litern. Laut Abteilungskommandant Schmid hat das Land Baden-Württemberg 52 000 Euro beigesteuert.

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