Im Schnitt rückt die Feuerwehr fast an jedem dritten Tag aus

Fast ein Drittel der Alarme gehen am Abend oder in der Nacht ein – Hilfeleistungen nehmen zu.

Interessante Zahlen und beeindruckende Schaubilder hat der Schriftführer der Stadtabteilung der Leutkircher Feuerwehr, Sven Loleit, in seinem Jahresbericht vorgelegt: So bewegen sich die Einsatzzahlen seit Jahren mit ständig mehr als 100 auf anhaltend hohem Niveau. Der Schwerpunkt liegt dabei, im Gegensatz zu früheren Zeiten, nicht mehr in der Brandbekämpfung, sondern bei den technischen Hilfeleistungen. Diese reichen von Einsätzen bei Unfällen über Beseitigung von Sturmschäden und Ölspuren bis hin zur Tierrettung und dem Auspumpen von Kellern.

Bei Bränden sind dank verbesserten Schutzmaßnahmen und Meldeanlagen sowie dem schnellen Eingreifen der Wehr das Ausmaß und damit auch die Schäden zum Glück meist überschaubar. Dennoch muss die Stadtabteilung im Schnitt etwa fünfmal im Jahr zu Großbränden ausrücken. Erfreulich dagegen ist der Rückgang der Fehlalarme, dank der verbesserten Brandmeldeanlagen und ihre konsequentere Wartung.

Wie sehr die Aktiven der Leutkircher Feuerwehr und ihre Angehörigen in ihrem ehrenamtlichen Engagement gefordert sind, zeigen auch die Einsatzzeiten: Fast ein Drittel der Alarme sind am Abend und in der Nacht, davon jeder Zehnte von Mitternacht bis zum frühen Morgen. Etwa 70 Prozent der Einsätze sind tagsüber und können nur dank der Unterstützung der Arbeitgeber mit schlagkräftig schneller Mannschaft bewältigt werden. Hinzu kommen viele Stunden an Übungsabenden und Fortbildungen an modernen Fahrzeugen und Geräten, denn nur so könne der Schutz der Bevölkerung in unfallfreien Einsätzen gewährleistet werden.

Im laufenden Jahr ist die Leutkircher Feuerwehr bereits neun Mal ausgerückt. Am Donnerstag, so Kommandant Michael Klotz, mussten 15 Mitglieder der Abteilung der Kernstadt kurzfristig ihren Arbeitsplatz verlassen, nachdem es einen Brandalarm in der Schule am Adenauerplatz gegeben hatte.

Dort, so die ersten Erkenntnisse, hatten Jugendliche wohl mit Sprühdosen und einem Feuerzeug hantiert. Ein Brandmelder schlug an. Bis die Feuerwehr angerückt war, hatten sich die Verursacher aber entfernt.

Unfall in der Neujahrsnacht

Der erste Einsatz des Jahres fand in der Neujahrsnacht wegen eines schweren Unfalls in Lanzenhofen statt. Drei Mal schon wurde die Feuerwehr gerufen, um Türen zu öffnen. In einem Fall wurde der Bewohner eines Hauses, der mehrere Tage lang nicht mehr gesehen worden war, tot aufgefunden.

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