Herbstübung der Feuerwehren aus Friesenhofen, Leutkirch und Urlau

Die diesjährige Hauptübung der beiden Abteilungsfeuerwehren Friesenhofen und Urlau wurde am Samstag, 11.11.2017 bei der Fa. Armacell in Friesenhofen-Bahnhof durchgeführt. Bei strömendem Regen und starkem Wind stellten sich die rund 30 Feuerwehrleute der Herausforderung.

Völlig durchnässt aber zufrieden zeigte sich Einsatzleiter Roman Riedle bei der Abschlussbesprechung in einer der Lagerhallen der Fa. Armacell. Als Übungsszenario bei einem der weltweit führenden Hersteller flexibler technischer Dämmstoffe war ein Brand eines Gabelstaplers bedingt durch einen Kurzschluss in der Ladestation angenommen worden. Die Halle wurde durch den Brandrauch vernebelt und es wurden fünf Personen vermisst. Zunächst wurde eine erste Wasserversorgung durch die Kameraden aus Friesenhofen aufgebaut, dann begaben sich die ersten Atemschutzgeräteträger ins Gebäude um nach den vermissten Personen zu suchen.

Parallel wurde eine Riegelstellung zum Schutz des Gefahrstofflagers aufgebaut.

Die etwas später eintreffende Feuerwehr Urlau mit ihrem TSF legten eine weitere Wasserversorgung zur ebenfalls mitwirkenden Drehleiter aus Leutkirch. Diese unterstütze die Übung mit einem massiven Löschangriff von oben. Der Einsatzleitwagen der FF Leutkirch übernahm die Koordination und Dokumentation der einzelnen Einsatzabschnitte.

Es zeigte sich im Verlauf der Übung, dass das angeschlossenen Hydrantennetz im Ernstfall schnell an seine Grenzen stoßen würde, da schon allein die Drehleiter bei voller Leistung des Wendestrahlrohres fast die gesamte Kapazität aus der Wasserversorgung benötigen würde.

Der Betrieb hat daher zur Sicherheit auf dem Werksgelände einen unterirdischen Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von rund 80m³ einrichten lassen. Weiteres Verbesserungspotential in den Räumlichkeiten wurden direkt vor Ort mit dem anwesenden Sicherheitsbeauftragten besprochen. Dieser äußerte sich sehr respektvoll von der Bereitschaft der Feuerwehren, bei so einem Mistwetter eine solche Übung durchzuführen.

Aber im Einsatzfall fragt schließlich auch keiner nach dem Wetter.

Zurück