Gedenkfeier zum Volkstrauertag

„Wir alle sind verantwortlich für die Gestaltung unserer Gesellschaft. Demokratie braucht somit das Engagement jedes Einzelnen von uns.“ Mit diesen Worten hat Jan Henning Gesierich-Kowalski seine Rede bei der Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Kriegerdenkmal zusammengefasst.

Der Schulleiter der Gemeinschaftsschule betonte dabei, dass es seinen Lehrkräften ein großes Anliegen ist, die Grundlage dafür bereits in jungen Jahren zu legen. In diesem Sinn wertete er auch das Vorhaben der Stadt, in den nächsten Tagen einen Jugendgemeinderat wählen zu lassen. Der Redner schloss daher mit der optimistischen Aussage: „Lassen Sie uns vor der Zukunft nicht bange sein. Die Chance, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, ist alle Mühen und Anstrengungen wert“.

Zur würdevollen Gestaltung der Feier trug die Übergabe der Skulptur und Patenschaft von Lilo Gollowitsch bei: „Sie hatte einen schönen zentralen Platz auf dem Spielplatzgelände“, sagte der Neuntklässler Jannes Rinke von der Schule St. Anna. Im Unterricht hatte in dieser Zeit das Thema Toleranz breiten Raum. Im Eingangsbereich der Schule entstand mit der Förderung durch das Bundesprogramm Demokratie Leben ein großes Abbild der Leutkircher Jüdin mit Informationen über ihr Leben. Lilo Gollowitsch wird nun an der Gemeinschaftschule aufgestellt, verbunden mit den Worten von Schülersprecherin Simone Kopp in einem tröstlichen Zitat des Journalisten Friedhelm Franken: „Auch gute Menschen müssen sterben, aber der Tod kann ihre Taten und Namen nicht löschen.“

Zusammen mit Schülern der beiden Schulen legte Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle einen Kranz nieder. Er nahm zudem als Vertreter des erkrankten Wolfgang Wehrle die Totenehrung vor. Zahlreiche Menschen füllten den Rund an der Wilhelmshöhe, darunter auch Fahnenabordnungen des Krieger- und Kameradenvereins, das DRK und die Feuerwehr mit Jugendabteilungen sowie die TSG Leutkirch und der Gebirgstrachten-, Kolping- und Partnerschaftsverein. Für die feierliche musikalische Gestaltung sorgten der Sängerkranz und die Stadtkapelle.

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