Feuerwehrmann mit Leib und Seele

Alois Peter blickt auf 40 Jahre Ehrenamt bei den Urlauer Floriansjüngern zurück

Alois Peter blickt auf 40 Jahre Ehrenamt bei der Feuerwehr in Urlau zurück. 

Gisela Sgier 

Leutkirch sz Zahlreiche Einsätze und viele schöne, aber auch oftmals traurige Momente – so erinnert sich Alois Peter an die letzten 40 Jahre, in denen er der Freiwilligen Feuerwehr Urlau seine Treue erwiesen hat. Für so viel Ehrenamt wurde der Floriansjünger kürzlich bei der Hauptversammlung der Wehr geehrt.

Seine Muse zur Feuerwehr habe er bereits schon mit 15 Jahren entdeckt. „Damals ist die Feuerwehr noch mit einem Schlauchwagen gelaufen, der von Hand gezogen werden musste“, so Peter. „Ich bin dann immer hinterher gelaufen oder mit dem Fahrrad nachgefahren, um zu erfahren, was die Feuerwehr denn so alles macht“, erinnert sich der Floriansjünger.

Bereits 1974 sei er immer mal wieder bei der Wehr eingesprungen, wenn Not am Mann gewesen sei. „Das hat mich dazu bewegt, aktiv mitzumachen“, sagt Peter. Offiziell eingetreten bei der Feuerwehr Urlau ist er am 1. Januar 1976. In der Zeit von 1988 bis 1998 habe er das Amt des stellvertretenden Abteilungsleiters der Gruppe Urlau sowie in den 80er Jahren eine Zeit lang das Amt des stellvertretenden Gerätewarts inne gehabt. Wer bei der Feuerwehr ist, der bildet sich auch ständig fort. So habe er in der gesamten Zeit das bronzene, zwei Mal das silberne sowie das goldene Leistungsabzeichen erfolgreich abgelegt. In den vergangenen 40 Jahren habe er sich an unzähligen Einsätzen wie Heustockbränden, Öl- und Hochwassereinsätzen bis hin zu Großbränden beteiligt.

Floriansstüble errichtet

Besonders stolz ist Peter auf das in den 80er Jahren errichtete Floriansstüble in Urlau. In dieser Zeit habe die Wehr ein Liederheftchen angeschafft. „Wir haben dann immer das Lied ,Wir Feuerwehrkameraden’ gesungen.“ Seinerzeit habe es auch noch eine Feuerwehrkapelle gegeben. „Da haben wir immer zu besonderen Anlässen gespielt.“ Gern erinnert sich der Floriansjünger auch an die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges im Jahre 1994. „Das alte Fahrzeug, unsere sogenannte Paula, kam mit einer feierlichen Übergabe und verbunden mit einem schönen Fest nach Niederhofen“. Mit Ausmusterung des alten Fahrzeuges sei der Förderverein „Alt-Feuerwehrgerätschaft Urlau“ gegründet worden. Ebenso sei Peter maßgeblich an der Gründung der Jugendfeuerwehr in Herlazhofen beteiligt gewesen.

Rücktritt aus zeitlichen Gründen

Ende des Jahres möchte Peter, der seit 2000 Ortsvorsteher der Ortsverwaltung Herlazhofen ist und gleichzeitig weiteren Vereinen angehört, aus zeitlichen Gründen bei der Feuerwehr aufhören. „Ich kann einfach nicht so oft bei den Proben sein, wie es notwendig wäre, deshalb macht das keinen Sinn mehr.“ Er versichert jedoch: „Die Feuerwehr wird auch weiterhin stets meine Unterstützung haben und das egal in welcher Form. Gleichzeitig möchte ich mich bei allen Verantwortlichen bedanken, die mich in den vergangenen 40 Jahren stets unterstützt haben.“ Besonders fehlen würde Peter in Zukunft die Kameradschaft sowie die Geselligkeit bei den Festen, der sich darüber freut, dass sein Sohn, eine Enkelin sowie ein Enkel der Wehr angehören. „Jetzt kann ich wenigstens sagen, ich habe mein Ehrenamt weitergegeben.“

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