DRK und Freiwillige Feuerwehr proben für den Ernstfall

Mehr als spannend ging es am Samstagnachmittag auf dem Gelände von Center Parcs Park Allgäu im Urlauer Tann zu. Etwa 150 Rettungseinsatzkräfte haben hier in einer groß angelegten Aktion, spektakulär für den Ernstfall geübt, der hoffentlich nicht passiert. Sollte dieser jedoch eintreten muss jeder Handgriff sitzen. Teilgenommen am großen Szenario, das von zahlreichen Feriengästen aber auch von Besuchern von außerhalb interessiert beobachtet wurde, haben etwa 20 Mitglieder des DRK-Ortsvereins Leutkirch mit sieben Fahrzeugen sowie knapp 130 Floriansjünger der Freiwilligen Feuerwehr Leutkirch mit den Abteilungen Stadt, Urlau, Herlazhofen, Friesenhofen und Winterstetten, die mit etwa 15 Einsatzrettungswägen anrückten. Darunter haben sich zahlreiche Jugendrotkreuzler befunden. Im Vordergrund der groß angelegten Hauptübung stand zunächst die Löschung eines Brandes in einer Lagerhalle der Freizeitanlage, bevor es galt ein ausgebrochenes Feuer in einem Ferienhaus in Griff zu bekommen. Hierbei mussten jeweils verletzte Personen aus den brennenden Gebäuden gerettet werden. In beiden Fällen haben die Mitglieder des DRK-Ortsvereins Leutkirch sowie die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr eng, Hand in Hand zusammengearbeitet.

„Wichtig für uns ist, dass die Schnittstellen zur Feuerwehr ganz klar definiert sind und dass wir gemeinsam üben können, um im Ernstfall für Betroffene das Bestmögliche daraus zu machen“, sagte Sebastian Boos vom DRK-Ortsverein Leutkirch. Neben dem Löschen der Brände sowie der Personenrettung mit entsprechender Erstversorgung stand gleichzeitig eine Übung auf dem Programm, bei der Löschwasser aus dem Teich der Anlage abgepumpt wurde. Zusätzlich musste ein Mann gerettet werden, der unter die Reifen eines Golf-Carts kam. Alois Peter, Ortsvorsteher von Urlau meinte: „Es ist extrem notwendig, dass wir solche Großprojekte organisieren, um absolute Sicherheit gewährleisten zu können“. Ähnlich sah das Norbert Fesseler, stellvertretender Kreisbrandmeister: „Das hier ist für uns schon eine spannende Angelegenheit und im Ernstfall in einem so großen Gebiet eine absolut kitzlige Sache. Beeindruckend ist, dass so viele Ehrenamtliche mitmachen“. Feuerwehrkommandant Michael Klotz meinte: „Für uns stellt sich die heutige Übung auf einem so großen Gelände als eine große Leistung und Herausforderung dar“. Unter den zahlreichen Ferienparkbesucher, die das Spektakel mit großem Interesse verfolgten, befand sich auch Hans Hoogstrate mit seiner Familie aus Falera in der Schweiz. Er erklärte: „Wir finden diese Aktion einfach super. Das ist sehr gut, dass es das gibt, da man für den Ernstfall nie gut genug vorbereitet sein kann“. Organisiert wurde die Großveranstaltung von Zugführer Wolfgang Oligmüller von der Freiwilligen Feuerwehr Leutkirch. Die Veranstaltung dauerte etwa 90 Minuten. Im Anschluss gab es eine Zusammenkunft sämtlicher Einsatzkräfte, bei der die Macher des Ferienparks die Verpflegung spendierten. Parkmanager Christoph Muth zeigte sich mehr als zufrieden mit der Aktion und bedankte sich bei sämtlichen Rettungseinsatzkräften für deren großartiges Wirken. „Für uns ist es einfach wichtig, dass sich die Helfer im Park gut auskennen, um im Notfall schnell reagieren und handeln können“, so Muth.

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