Der 17-jährige Lukas Waldhoff ist der neu gewählte Kreisjugendsprecher des Landkreises Ravensburg

Schon auf den ersten Blick sieht man ihm an, dass er noch viel vor hat im Leben. Der 17-jährige Lukas Waldhoff ist aktives Mitglied in der Jugendfeuerwehr Leutkirch, dort Jugendsprecher, und seit dem Kreis-Jugendzeltlager Anfang Juni nun auch Kreisjugendsprecher des Landkreises Ravensburg.

Auf die Frage nach seinen Hobbys gibt es daher auch nur eine logische Antwort: „Feuerwehr natürlich“.

Im Alter von 12 Jahren kam er durch einige Klassenkameraden zur JF und war sofort begeistert. „Die Technik hat mich schon immer fasziniert. Man lernt neue Freunde kennen, es macht Spaß und man lernt auch noch was dabei.“

Die meisten seiner damaligen Mitschüler sind inzwischen wieder abgesprungen, doch Lukas hat bei der Feuerwehr seine Berufung gefunden. „Ich will den Menschen helfen die in Not sind“ sagt er, „und ich bewundere jeden Feuerwehrkameraden für das, was er oder sie hier ehrenamtlich leistet.“

Seine Ziele sind klar gesteckt: So schnell wie möglich in den aktiven Dienst aufgenommen werden. Die Grundausbildung absolvieren, den Maschinisten für Löschfahrzeuge dran hängen, um dann „der“ Maschinist für die JF zu sein. „Ich möchte, dass die heute aktiven Maschinisten nicht jeden Dienstag noch extra Stunden leisten müssen, bloß weil die JF keinen Maschinisten hat. Die Aktiven haben schon genug andere Dinge um die Ohren.“

Die Jugendarbeit hat er weiter im Blickfeld: Jugendwart möchte er gern mal werden. Jugendliche dazu motivieren zur JF zu kommen und auch zu bleiben. Dafür steht er, und dafür brennt er. Im Kreis-Jugendzeltlager hat er sein Engagement bereits unter Beweis gestellt, indem er sich aufstellen ließ zur Wahl des Kreisjugendsprechers – und prompt gewählt wurde.

„Natürlich fühlte ich mich geehrt. Aber“, so räumt er ein, und wird sogar ein bißchen rot dabei, „ist es dann doch ein etwas mulmiges Gefühl, wenn da etwa 600 Jugendliche um dich herum stehen und dich erwartungsvoll anschauen. Da wird man sich plötzlich der Verantwortung bewusst die damit zusammenhängt.“

Sein Terminkalender ist heute schon ziemlich voll: Da ist erstens die Berufsausbildung, dann die Arbeit in der JF mit den wöchentlichen Übungsabenden, Jugendausschusssitzungen, und durch seine Wahl zum Kreisjugendsprecher kommen noch einige Lehrgänge auf der Feuerwehrakademie in Bruchsal dazu, es sind Jugendforen zu organisieren, usw. Die Liste ist fast so lang wie die der Führungskräfte der aktiven Wehr.

Eine Freundin hat der smarte junge Mann noch nicht. „Koi Zeit“, sagt er und schmunzelt…

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