Bei Alarm ist in Leutkirch auf die Blaulichtfamilie absolut Verlass

Die Stadtabteilung ist 2017 zu 156 Einsätzen ausgerückt

„Wir haben wieder einmal gemeinsam viele Einsätze und Aufgaben gemeistert“, so die Grußworte von Claudia Gasafi bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Stadtabteilung am Freitagabend im vollbesetzten Bürgersaal. Die Bereitschaftsleiterin betonte dabei die Verlässlichkeit und das Auf-sich-bauen-können, was in der Blaulichtfamilie von Feuerwehr, Polizei und DRK in Leutkirch seit Jahrzehnten in besonderer Weise praktiziert wird. So beispielhaft beim Großbrandeinsatz am 17. Juni im Wertstoffhof, in dem alle Kräfte professionell wirksam größeren Schaden verhindert hatten. Geschäftsführer Gebhard Mayer dankte für „diese tolle Leistung, in der ich die Gemeinschaft gespürt habe und die mir in der schweren Lage Kraft gegeben hat“. „Wir sind dabei alle vertrauensvoll auf Augenhöhe“, ergänzte der 1. Polizei Hauptkommissar, Ferdinand Hofmann, der vor allem die enge Zusammenarbeit lobte.

 In dieselbe Kerbe schlug Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle: „Hut ab vor dieser enormen Leistung, mit der vielen Menschen geholfen werden konnte und sie vor Schäden bewahrt wurden“. Mit 156 Einsätzen wurde im vergangenen Jahr die Feuerwehr durchschnittlich fast jeden zweiten Tag alarmiert und eingerechnet die Übungen und Fortbildungen sind die Aktiven praktisch täglich gefordert. Gerade die Zahl von 22 Kleinbränden belege, wie schnell und effektiv die Leutkircher Wehr dann vorgehe, so das Lob von Oliver Surbeck. Der Kreisbrandmeister verschwieg dabei aber nicht, dass „der Spagat zwischen steigenden Einsätzen und Terminen sowie Familie und Beruf immer schwieriger wird“.

 Diese Entwicklung bestätigte auch Michael Klotz in seinem ausführlichen Jahresbericht: In einer Welt von zunehmenden Populismus und Egoismus habe gerade die Kameradschaft eine besondere Bedeutung: „Aufeinander zugehen, zuhören, diskutieren, Kompromisse erarbeiten, Vereinbarungen treffen ist die Devise für ein vertrauensvolles und von Respekt geprägtes Umgehen miteinander“.  Bedenklich sieht der Stadtkommandant daher die Fluktuation im Bereich der ehrenamtlichen Führungskräfte, die in den vergangenen Jahren stark zugenommen habe. „Zum Glück in Leutkirch nicht“ bemerkte sein Stellvertreter Martin Waizenegger, der Michael Klotz für nun schon 14 Jahre im leitenden Amt dankte.

Bei so viel Einsatz im oft langjährigen Ehrenamt für die Stadt dürfen als Dank und Anerkennung Beförderungen und Ehrungen nicht ausbleiben: Für 20 bzw. 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Richard Kleinhans und Markus Dlugokinski das Ehrenzeichen in Silber, für 40 Jahre Karl-Heinz Loleit dasselbe in Gold. „Immer da, hilfsbereit, unheimlich ausbildungswillig sowie 17 Jahre  Gruppenführer, war Alfred Hohendorf“, so zusammenfassend Laudator Klotz : Er überreichte die silberne Bandschnalle der Stadt, wie auch an Werner Mahler, der seit 1964 sich vor allem als „wertvoller Maschinist einbrachte und seit 2005  unverzichtbarer Florianswirt  ist “. Höchste Auszeichnung mit der Bandschnalle in Gold erhielt Albin Kolb, der „als Allrounder und Gerätewart 47 Jahre für seine Feuerwehr lebte und insbesondere den Bereich Atemschutz aufgebaut hatte“.

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