Frau stirbt bei Feuer in Liebenweiler

  • Einsatz: 2019/070

Eine Frau ist am Sonntag bei einem Feuer in Achberg-Liebenweiler gestorben. Das 300 Jahre alte Austragshaus ist ausgebrannt. Was zu dem Feuer geführt hat, ist noch unbekannt.

Gegen halb elf ging der Alarm bei der Achberger Feuerwehr ein, wie Kommandant und Einsatzleiter Stefan Dufner später der Schwäbischen Zeitung berichtet. Als die ersten Retter eintrafen, war das Einfamilienhäuschen komplett verraucht. Aus allen Fenster quoll Rauch, im Erdgeschoss schlugen sogar Flammen aus den Fenstern. Hinzu kamen Nachbarn, die angaben, dass ein älteres Paar in dem Haus lebt. Beide Bewohner wurden zu diesem Zeitpunkt vermisst.

Dufner berichtet, dass ein Angriffstrupp der Feuerwehr deshalb unter Atemschutz in das Gebäude gegangen ist. Tatsächlich haben die Retter die gesuchte 88-Jährige schnell gefunden. Sie war zu dem Zeitpunkt allerdings schon tot. Den ebenfalls vermissten mitbewohner fanden die Retter nicht. Wie sich später herausstellte, hatte der 66-Jährige am Vormittag das Haus verlassen und war nicht Zuhause und deshalb auch nicht in Gefahr.

Die Feuerwehren löschten den eigentlichen Brand schnell. Viel länger dauerte es dann allerdings, Zwischendecken und Dach des 300 Jahre alten Gebäudes zu öffnen, um dort noch vorhandene Glutnester abzulöschen. Die Wehr musste dem Gebäude mit Motorsägen und anderem Gerät zu Leibe rücken. Die Versorgung mit Löschwasser war trotz der Lage des Gebäudes etwas abseits der Bebauung kein Problem, laut Dufner gab es einen nahen Hydranten, der ausreichend Wasser lieferte.

Fast 90 Feuerwehrmänner waren im Einsatz. Sie kamen von den Feuerwehren aus Achberg und Neuravensburg. Hinzu kamen Kräfte der Wehren aus Wangen-Stadt, die mit Drehleiter und Löschzug vor Ort war. Der Gerätewagen Atemschutz war aus Leutkirch nach Liebenweiler gekommen.

Mit fast 20 Rettern war auch der Rettungsdienst im Einsatz: Rotes Kreuz aus Wangen und die Firma KAP-Rettungsdienst. DRK-Einsatzleiter Tim Haug berichtet, dass verschiedene Rettungswagen und andere Fahrzeuge des Schnelleinsatzdienstes, zwei Notärzte und ein Rettungshubschrauber vor Ort waren. Der Hubschrauber wurde aber letztlich nicht benötigt. Die Ärzte konnten nur noch den Tod der Frau feststellen.

Die Brandursache ist noch unklar. Die Ermittlungen laufen. Die Staatsanwaltschaft Ravensburg hat laut Pressemitteilung angeordnet, dass ein Brandsachverständiger den Brandort genau untersucht. Zur zweifelsfreien Feststellung der Identität und der Todesursache der bei dem Brand ums Leben gekommenen Frau will die Staatsanwaltschaft Ravensburg beim zuständigen Amtsgericht die Anordnung einer Obduktion beantragen. Das in Brand geratene Einfamilienhaus ist laut Polizeibericht nicht mehr bewohnbar. Den Schaden an dem Gebäude schätzt die Polizei auf mindestens 150 000 Euro.

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