Einsatzabteilungen Wuchzenhofen und Leutkirch rücken aus

  • Einsatz: 2015/067

Hitzebilanz: DRK muss 53-mal ausrücken

Unwetter sorgt für Stromausfall in der Region – Transformatorenhäuschen brennt

Leutkirch sz Es ist bislang das heißeste Wochenende des Jahres gewesen: Bundesweit stiegen die Temperaturen auf bis zu 40 Grad. Auch in Leutkirch hatten die Menschen mit der Rekordhitze zu kämpfen. Zudem kam in der Nacht zum Montag ein kräftiges Gewitter dazu. „Trotz der angespannten Wetterlage blieb es ruhig“, sagt Martin Waizenegger, stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Leutkirch.

Die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr mussten nur einmal ausrücken. Ein Blitzschlag hatte am Montagmorgen einen Brand in einem Transformatorenhäuschen in Wielazhofen verursacht. Obwohl die Hilfskräfte das Feuer löschten, kam es zu einem Stromausfall in Teilen von Altusried und Leutkirch, insbesondere Kimratshofen und Wuchzenhofen.

„Wir haben einen Mitarbeiter der EnBW verständigt, der sich um den Schaden kümmerte“, berichtet Waizenegger. Dennoch konnten einige Stationen erst bis zum Vormittag wieder zugeschalten werden. „Auch in Altusried, Buchenberg sowie in Isny sorgte das Unwetter für eine kurze Versorgungsunterbrechung.“, sagt EnBW-Sprecher Ulrich Stark.

In den Leutkircher Freibädern ging es dagegen ruhig zu. Mehr als 9000 Menschen waren zum Planschen ins Moorbad und zum Stadtweiher gekommen. „Es gab keine Zwischenfälle – Dank der vielen schattigen Plätze konnten sich die Besucher vor der Hitze schützen“, erzählt Bademeister Robert Rössler vom Stadtweiher. Dem schließt sich Moorbad-Betreiber Erwin Weber an: „Wir hatten zwei sehr gute Tage ohne Probleme.“

Mann erleidet Hitzeschlag

Weniger Glück hatte ein erkrankter Mann im Badsee in Beuren. Die Hitze machte ihm so zu schaffen, dass die Betreiber den Notarzt rufen mussten. Der Mann wurde stabilisiert und in die Oberschwabenklinik (OSK) nach Wangen gebracht, sagt eine Mitarbeiterin.

53-mal musste das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Wocheneden im Allgäu ausrücken. Zum Vergleich: 35 bis 40 Einsätze sind zu dieser Jahreszeit die Norm. „Das ist bei diesen Temperaturen nicht unüblich“, sagt DRK-Geschäftsführer Volker Geier. Zu wenig Flüssigkeit oder altersbedingte Kreislaufprobleme seien oft der Grund.

Auch im Krankenhaus in Wangen sei mehr los gewesen. „Wir verbuchen jeden Sommer einen Anstieg an Patienten, die zu lange in der Sonne waren und sich nicht geschützt haben“, erklärt OSK-Sprecher Winfried Leiprecht. Dennoch sei es ein typisches Sommer-Phänomen. „Im Vergleich sind die Folgen dieser Hitzewelle aber nicht größer, als die in den vergangenen Jahren“, fährt er fort.

In Isny und Bad Wurzach mussten Polizei sowie Feuerwehr wegen des starken Unwetters nicht ausrücken.

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