Drei schmorende Würste lösen Feueralarm aus

  • Einsatz: 2016/006

Einsatz direkt neben dem Leutkircher Feuerwehrhaus – Schnelles Eingreifen verhindert größeren Schaden

Die Leutkircher Feuerwehr weist wegen eines aktuellen Einsatzes auf den Nutzen von Brandmeldern hin. So habe eine größere Katastrophe in der Altstadt verhindert werden können.

Am späten Sonntagabend gab es Alarm, die Einsatzkräfte der Feuerwehr rückten zu einem Wohnungsbrand aus. Eine Bewohnerin eines fünfstöckigen Mehrfamilienhauses hörte nach Angaben der Feuerwehr aus der Nachbarwohnung die Warntöne der dort installierten Rauchmelder und verständigte über Notruf die Leitstelle Oberschwaben. Es folgte ein Einsatz der kurzen Wege. Zu Fuß konnten die ersten Mitglieder der Feuerwehr das unmittelbar neben dem Feuerwehrhaus gelegene Brandobjekt erkunden. Aus der im 4.Obergeschoss gelegenen Wohnung drang Rauch. Da auf Klingeln und Klopfen niemand reagierte, brachen die Einsatzkräfte die Eingangstür auf. Nach Angaben der Feuerwehr habe der völlig desorientierte Bewohner in der verrauchten Wohnung bis zu diesem Zeitpunkt nichts vom Brand mitbekommen. Er sei vom Rettungsdienst untersucht worden und habe später in seine Wohnung zurückkehren können.

Auch die Ursache der starken Rauchentwicklung war rasch geklärt. In einem Topf schmorten drei Würste. Nach Belüftung der Wohnung beendete die Feuerwehr ihren Einsatz. Als Glück im Unglück bezeichnet die Feuerwehr den Umstand, dass durch die frühzeitige Erkennung aufgrund der Alarmsignale der Rauchmelder größerer Schaden habe verhindert werden können.

Mehrfach ist die Feuerwehr in den vergangenen Wochen wegen Rauchalarms ausgerückt. So kochte am 3. Januar eine Bewohnerin des Carl-Joseph-Altenheims, dabei gab es eine starke Rauchentwicklung.

Ende Dezember lösten Rauchmelder in der Festhalle Alarm aus. Bei der Vorbereitung einer Veranstaltung wurde eine Nebelmaschine getestet.

Mitte Dezember gab es allerdings auch einen Fehlarm im Pfarrstadel in Reichenhofen.

In Baden-Württemberg gilt eine Rauchmelderpflicht seit Juli 2013 für Neubauten, Umbauten sowie Bestandsbauten in Schlaf- und Kinderzimmern. Auch Flure und Treppen innerhalb von Wohnungen, die als Rettungswege gelten, sollten damit ausgerüstet sein.

 

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